Keine Überraschung: Fondsvermögen bei “Deutscher Bank”-Tochter blockiert
Januar 2006

Für großes Aufsehen bei Anlegern, Fachleuten und Presse sorgte im Dezember die DB Real Estate Investment GmbH, eine Tochter der Deutschen Bank. Wenige Tage, nachdem man angekündigt hatte, die Immobilien des offenen Fonds „Grundbesitz-Invest“ neu bewerten zu lassen, schloss das Unternehmen diesen Fonds vorläufig. Die Konsequenz: Anleger können ihre Fondsanteile zurzeit nicht mehr zurückgeben, ihr Kapital ist blockiert. Und wenn voraussichtlich im Februar die Neubewertung des Fondsvermögens abgeschlossen sein wird und der Fonds wieder öffnet, werden ihre Fondsanteile an Wert verloren haben. Denn der Wert der im Fonds enthaltenen Immobilien liegt nach Einschätzung von Fachleuten unter dem Buchwert innerhalb des Fondsvermögens.

Experten und Presse zeigen sich von der unklaren Lage über die Werte der Immobilien und der vorläufigen Schließung des Fonds überrascht. Wer dagegen das Online-Seminar auf dieser Internetseite oder das Buch „Das Risiko Privatvorsorge: Ein Leitfaden für sichere Altersvorsorge und Geldanlage“ gelesen hatte, war gewappnet: Sowohl die Intransparenz von Immobilienfonds und die relativ beliebige Bewertung der darin enthaltenen Immobilien als auch das Risiko, dass Fondsanbieter das Fondsvermögen blockieren, werden hier aufgezeigt. Neben vielen anderen verdrängten Problemen und Risiken der Altersvorsorge und Kapitalanlage.