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Angenommen sei im Jahre 0 ein Wert von 1.
Beim linearen Wachstum erfolgt jedes Jahr der gleiche konstante Anstieg; im Beispiel hier wächst der Wert jährlich um 7 % bezogen auf den Ausgangswert des Jahres 0. Alle 14 Jahre ist der Ausgangswert verdoppelt.
Bei einem exponentiellen Wachstum dagegen bezieht sich die Steigerungsrate auf den Wert des Vorjahrs (Zinseszins-Effekt). Damit ist die Zeitdauer der Werteverdoppelung konstant. Im Beispiel der gewählten Wachstumsrate von 7 % verdoppelt sich der Jahreswert etwa alle 10 Jahre: Nach 10 Jahren ist der Jahreswert verdoppelt, nach 20 Jahren vervierfacht und nach 30 Jahren verachtfacht.
Was bedeutet das in der Praxis? Bei einem Wirtschaftswachstum von 7 % muss nach einer Generation (30 Jahre) das 8-fache des Ausgangsjahres innerhalb eines Jahres erwirtschaftet werden, nach zwei Generationen das 58-fache und nach drei Generationen das 440-fache.
Weitere Verdoppelungsraten bei exponentiellem Wachstum:
Man kann den Zinseszins als Wunder begreifen oder für die Patentlösung halten, um die Probleme der Altersvorsorge in den Griff zu bekommen. Aber auch diese Renditen müssen von jemandem gezahlt und letztlich durch Produktion und Dienstleistung erwirtschaftet werden.
Phasen wirtschaftlichen Wachstums wurden in der Geschichte immer wieder durch ökonomische Krisen und Zusammenbrüche abgelöst, die - von verringerter Basis ausgehend - ein erneutes Wachstum gestatteten.
Auf ständiges Wirtschaftswachstum zu bauen ist ein fataler Fehler der Finanz- und Versicherungsbranche und das dritte grundsätzliche Risiko für die Privatvorsorge. Dies führt nicht nur dazu, dass die versprochenen Renditen langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erzielt werden, sodass die Kunden trotz privater Vorsorge mit erheblichen Lücken in ihrer Altersversorgung rechnen müssen. Wenn Banken und Versicherungsunternehmen aufgrund zu optimistischer Investments in Zahlungsschwierigkeiten geraten, ist das eingesetzte Kapital gefährdet.
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